Internist Dr. Karl Köhler

Langzeit-Ekg

Wenn das Herz immer wieder rast oder stolpert, kann es sinnvoll sein, 24 Stunden lang das Ekg zu registrieren. In der Regel dann, wenn man Herzrasen einer Behandlung mittels Herzkatheter zuführen will oder wenn bei krankem Herzen eine gefährliche Rhythmusstörung möglich erscheint. Nach Ohnmacht oder Fast-Ohnmacht sucht man im Langzeit-Ekg nach vorübergehenden Herz-Stillständen, die der Patient meist nicht merkt. Nach Schlaganfall oder bei Risikopatienten wird nach Vorhofflimmern gesucht. Bei der Einnahme bestimmter Medikamente, bei Vorhofflimmern oder aus anderen Gründen kann es manchmal nötig sein, die Herzfrequenz 24 Stunden lang zu überwachen.

Für die Untersuchung werden dem Patienten 7 Klebe-Elektroden aufgeklebt und ein kleiner Apparat umgeschnallt. Nach 24 Stunden  kann er die Elektroden und den Apparat abnehmen und diesen in der nächsten Ordination wieder abgeben. Nach der Auswertung am Computer erfolgt die Besprechung in der darauffolgenden Ordination.

69 jährige Dame, die plötzlich unvermutet umfiel und sich an der rechten Schulter und an der Nase verletzte. Während des Langzeit-Ekgs hatte sie keine Beschwerden, die aufgezeichneten Pausen lassen aber auf vorübergehenden Herzstillstand schließen. Sie erhielt einen Herzschrittmacher und ist danach – seit nunmehr 5 Jahren - nicht mehr zusammengebrochen.

 

72 jähriger Patient ohne besondere Beschwerden – von seiner Frau zur Kontrolle geschickt. Langzeit-Ekg zum Ausschluss von Vorhofflimmern bei zufällig entdecktem Herzklappenfehler. Es fanden sich Episoden von raschem Herzschlag bis 172/min, die der Patient nicht bemerkt.